Nunchaku-Do
Was bedeutet Nunchaku-Do?
Nun = zwei
Chaku = Hölzer
Do = der geistige Weg
Woher kommt Nunchaku-Do?
Aus dem asiatischen Raum. Ursprünglich war der Nunchaku ein Dreschflegel mit dem das Korn gedroschen wurde. Früher durften die Bauern keine Waffen tragen. Um sich aber gegen Gefahren zu verteidigen, wurden Alltagsgegenstände zu Waffen umfunktioniert.
Woher kommt die Sportart Nunchaku-Do?
Die Sportart Nunchaku-Do, wie wir sie ausführen, wurde in Holland entwickelt und ist eine vielseitige, dynamische Kampfsportart. Sie ist inzwischen in fast allen europäischen Ländern bekannt. Trainert wird mit Flexi-Sticks.
Ist der Nunchaku verboten?
Der "echte" Nunchaku aus Holz oder Metall verbunden durch eine Kette oder Lederband ist eine sehr gefährliche Waffe und ist zu recht verboten. (Ein gewirbelter Holzstock kann eine Aufschlagkraft von 200 km auf einem Punkt erreichen und zerschmettert damit jeden Knochen.) Die Flexi-Sticks sind flexibel und mit einer Sollbruchstelle (durchbohrter Innenkern) ist keine Waffe, sondern ein Sportgerät und daher natürlich nicht verboten.
Nunchaku-Do ist eine gesundheitsfördernde Sportart. Nunchaku-Do unterstützt die Beweglichkeit des gesamten Oberkörpers und hält einen speziell im Schulter- und Nackenbereich beweglich. Es wird gleichmäßig die Geschicklichkeit der rechten und linken Körperseite gefördert, da die Flexi-Sticks immer wieder gewechselt werden. Außerdem wird die Koordinationsfähigkeit geschult und langsam eine größere Kondition aufgebaut.
Was beinhaltet die Sportart Nunchaku-Do?
Grundschule:
Beim Sport-Nunchaku-Do gibt es 64 verschiedene Techniken, die durch Verlängerungstechniken auf eine unzählbare Anzahl von Möglichkeiten gesteigert werden können. Man unterscheidet 8 Aufwärtsschläge, 8 Abwärtsschläge, 8 Seitwärtsschläge, 5 Variationsschläge, 4 Vorwärtsschläge, 6 Verlängerungsschläge und 25 Fragmente.
Kata / Formen:
Eine Kata hat einen festgelegten Bewegungsablauf, der perfekt ausgeführt werden muss. Es gibt ca. 15 festgelegte und genau beschriebene Katas, die im Schwierigkeitsgrad variieren. Für Meisterschaften gibt es eine spezielle Wettkampf-Kata, die von einer Jury beurteilt wird.
Freestyle / freie Techniken:
Der Sportler muss eine eigene Technikabfolge zusammenstellen und nach einem Musikstück ausführen. Es ist eine Art Vorführung, bei der aber auch ein Anforderungsprofil erfüllt werden muss. Die Jury beurteilt die Zusammenstellung der Technikserie, die technische Gewandtheit, die Variationen der Techniken, die Haltung und die Ausstrahlung des Sportlers. (Die Techniken müssen kraftvoll gezogen werden).
Kumite / Kampf:
Das Kumite wird durch die speziellen Flexi-Sticks erst möglich gemacht. Trotzdem werden zur Sicherheit Helm und bei den Männern Tiefschutz vorgeschrieben. Es ist ein Wettkampf zwischen zwei Teilnehmer, wobei jeder versucht, die meisten Punkte zu erzielen. Der Kampf ist dann zu Ende, wenn ein Kämpfer 6 Punkte erreicht hat, oder die Zeit von 2 Minuten abgelaufen ist. Es müssen vor jedem Treffer mindestens 2 Handwechsel durchgeführt werden und in den letzten 30 Sekunden müssen 5 verschiedenen Techniken gezeigt worden sein. Den Kampf überwachen 4 Personen - der Schiedsrichter, der Spiegelschiedsrichter und die zwei Eckschiedsrichter, die jeder nur bei Ihrem Kämpfer auf die 2 Handwechsel (Übernahmen) und die 5 Techniken achten. Es wird in verschiedenen Größenklassen gekämpft; Gewicht und Gurtfarbe spielen hierbei keine Rolle.
Nunchaku - Jutsu / Selbstverteidigung:
Das Nunchaku - Jutsu ist eine realistische Selbstverteidigung mit den Flexi-Sticks, die erst bei den höheren Farbgurten geprüft werden, da für die verschiedenen Angriffs- und Verteidigungstechniken eine sehr sichere Handhabung der Flexi-Sticks erforderlich ist.








