| Berichte 2011 |
Ju-Jutsu - Kyu-Prüfung beim SC Budokan Bocholt
Am vergangenen Wochenende fand die zweite Ju-Jutsu- Prüfung des Jahres beim SC Budokan Bocholt statt. Es stellten sich 13 Ju-Jutsuka der Prüfung zum nächsthöheren Schülergrad unter den strengen Augen der Prüfungskommission. Der Jüngste war gerade erst 9 Jahre. Überwiegend gute bis sehr gute Leistungen standen an diesem Tag wenigen nicht ausreichenden Leistungen gegenüber.
Eine Prüfung ist in mehrere Aufgabenbereiche unterteilt. Zuerst wurde mit dem Freikampf, Mann gegen Mann/Frau im Stand sowie am Boden begonnen. Das brachte alle Prüflinge auf Temperatur und nahm zudem noch die Prüfungsangst und Nervosität.
Die nächste Prüfungsaufgabe war die Bewegungslehre. Hier sollten sich die Prüflinge ökonomisch, schnell und sicher im Stand, zum Gelb-/Orangegurt und am Boden, zum Grüngurt bewegen. Im Anschluss kamen die Bodentechniken an die Reihe, die daraus bestanden, seinen Gegner am Boden festzulegen, zu halten oder zu kontrollieren. Auch eine erneute Kontrolle des Gegners nach vorheriger Befreiung des Angreifers war gefragt. Nach zwei weiteren Aufgaben ging es zum Pflichtprogramm, den Ju-Jutsu Techniken in Kombination. In diesem Aufgabenbereich sind verschiedene Abwehr-, Atemi- (Schläge und Tritte), Hebel-, Würge und Wurftechniken vorgegeben, die die Prüflinge in Kombination mit anderen Ju-Jutsu Techniken nach freier Wahl demonstrieren sollten. Zusammengefasst sind es ca. 15 – 22 vorgegebenen Techniken, je nach angestrebter Gurtstufe. Wichtig hierbei waren die Verhältnismäßigkeit zwischen Angriff und Verteidigung sowie die ständige Kontrolle des Angreifers. Ganz wichtig ist hier der Notwehr-Paragraph 32 des StGB.
Zusätzlich zeigten die Prüflinge zum Grüngurt die Abwehr von 8 verschieden Stockangriffen. Hier spielten Timing, Schnelligkeit und Kontrolle eine große Rolle. Als letztes standen für die Ju-Jutsuka zum orangen und grünen Gürtel die freie Selbstverteidigung an. Hier wurden 5 verschiedene Angriffe vom Prüfer vorgegeben. Die Prüflinge sollten sich so realistisch wie möglich und unter größtmöglichem Eigenschutz verteidigen.
Alle Teilnehmer konnten nach 5 Stunden schweißtreibender „Arbeit“ von den Prüfern Bernd Niehoff und Silvio Lüttgens ihre Urkunde zum nächsthöheren Kyu-Grad in Empfang nehmen.
In alter Tradition bekam Steffen Uehsler als Prüfungsbester den Gürtel vom Verein gesponsert.

Zum 5. Kyu dem Gelbgurt bestanden im Einzelnen: Dominik Grobe, Daniel Nowak, Hendrik Heller, Tim Tiemeshen und Sven Twarkowski
Zum 5.2 Kyu dem Gelb-Orangenen Gürtel bestand:Yannick Göring
Zum 4. Kyu dem Orangegurt bestanden: Dennis Tomczak, Jens Höppner, Maximilian Kaminski, Steffen Uehsler und Stephan Zimmermann.
Zum 3. Kyu dem Grüngurt bestanden Simon Joormann und Jan Lenkenhoff
Nach einer langen Prüfungsvorbereitung geht das Jahr nach den Ferien weiter. Die Trainer Tanja und Jürgen waren zufrieden mit den gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge. Auch die Eltern und Angehörigen, die der Prüfung beiwohnten waren stolz, glücklich und auch erstaunt über den Umfang einer solchen Prüfung und der gezeigten Leistungen.








